Antreiber Test


Das Modell innerer Antreiber kommt aus der Transaktionsanalyse, die darunter elterliche Forderungen versteht, mit denen konventionelle, kulturelle und soziale Vorstellungen verbunden sind. Als Eltern-Gebote haben diese Botschaften für Kinder einen Absolutheitscharakter, der nicht angezweifelt wird, denn ihre Nichteinhaltung könnte zur Folge haben, nicht mehr geliebt zu werden. Erst im Erwachsenenalter haben wir die Möglichkeit zu erkennen, dass es Alternativen zu den elterlichen Botschaften gibt. Zu diesem Zeitpunkt haben sich diese Botschaften jedoch schon stark im Unterbewusstsein verankert. Unbedacht versuchen wir daher auch als Erwachsene, im Privat- wie im Berufsleben die Forderungen der Gebote zu erfüllen, als ob wir unter einem geheimen Zwang ständen.

Mit Hilfe des nachfolgenden Tests können Sie Ihre Ausprägung der einzelnen Antreiber herausfinden. Stark ausgeprägte Antreiber (ab ca. 30 Punkten) können eine Eigendynamik entwickeln, sie kontrollieren immer stärker die innere Einstellung und das Verhalten: Man treibt sich selbst immer stärker an, um zu mehr Erfolg und Anerkennung zu kommen, erreicht aber eher nur mehr Stress (bei sich und anderen) und damit das Gegenteil von dem, was man sich erhofft. Über einer Höhe von ca. 40 Punkten können sich Antreiber sogar gesundheitsgefährdend auswirken.

Beantworten Sie die Aussagen dieses Tests mit Hilfe der Bewertungsskala (1 - 5), so wie Sie sich im Moment in Ihrer Berufswelt selbst sehen.

Bewertungsskala: 1 = gar nicht, 2 = kaum, 3 = etwas, 4 = ziemlich, 5 = voll und ganz

Kreuzen Sie bei jeder Formulierung den für Sie passenden Zahlenwert an.

Bitte antworten Sie spontan und „erraten“ Sie nicht was richtig sein könnte.


Wenn ich eine Arbeit mache, dann mache ich sie gründlich. 1 2 3 4 5
Ich fühle mich verantwortlich, dass diejenigen, die mit mir zu tun haben sich wohlfühlen. 1 2 3 4 5
Ich bin ständig auf Trab. 1 2 3 4 5
Wenn ich raste, roste ich. 1 2 3 4 5
Anderen gegenüber zeige ich meine Schwächen nicht gerne. 1 2 3 4 5
Häufig gebrauche ich den Satz: „Es ist schwierig, etwas so genau zu sagen" 1 2 3 4 5
Ich sage oft mehr, als eigentlich nötig wäre. 1 2 3 4 5
Ich habe Mühe, Leute zu akzeptieren, die nicht genau sind. 1 2 3 4 5
Es fällt mir schwer, Gefühle zu zeigen. 1 2 3 4 5
„Nur nicht lockerlassen“ ist meine Devise. 1 2 3 4 5
Wenn ich eine Meinung äußere, begründe ich sie. 1 2 3 4 5
Wenn ich einen Wunsch habe, erfülle ich ihn mir schnell. 1 2 3 4 5
Ich liefere einen Bericht erst ab, wenn ich ihn mehrere Male überarbeitet habe. 1 2 3 4 5
Leute, die „herumtrödeln“, regen mich auf. 1 2 3 4 5
Es ist für mich wichtig, von anderen akzeptiert zu werden. 1 2 3 4 5
Ich habe eher eine harte Schale, aber einen weichen Kern. 1 2 3 4 5
Ich versuche oft herauszufinden, was andere von mir erwarten, um mich danach zu richten. 1 2 3 4 5
Leute, die unbekümmert in den Tag hineinleben, kann ich nur schwer verstehen. 1 2 3 4 5
Bei Diskussionen unterbreche ich die anderen oft. 1 2 3 4 5
Ich löse meine Probleme selbst. 1 2 3 4 5
Aufgaben erledige ich möglichst rasch. 1 2 3 4 5
Im Umgang mit anderen bin ich auf Distanz bedacht. 1 2 3 4 5
Ich sollte viele Aufgaben noch besser erledigen. 1 2 3 4 5
Ich kümmere mich persönlich auch um nebensächliche Dinge. 1 2 3 4 5
Erfolge fallen nicht vom Himmel, ich muss sie hart erarbeiten. 1 2 3 4 5
Für dumme Fehler habe ich wenig Verständnis. 1 2 3 4 5
Ich schätze es, wenn andere meine Fragen rasch und bündig beantworten. 1 2 3 4 5
Es ist mir wichtig, von anderen zu erfahren, ob ich meine Sache gut gemacht habe. 1 2 3 4 5
Wenn ich eine Aufgabe einmal begonnen habe, führe ich sie auch zu Ende. 1 2 3 4 5
Ich stelle meine Wünsche und Bedürfnisse zugunsten der Bedürfnisse anderer Personen zurück. 1 2 3 4 5
Ich bin anderen gegenüber oft hart, um von ihnen nicht verletzt zu werden 1 2 3 4 5
Ich trommle oft ungeduldig mit den Fingern auf den Tisch (ich bin ungeduldig). 1 2 3 4 5
Beim Erklären von Sachverhalten verwende ich gerne die klare Aufzählung: Erstens...., zweitens...., drittens. 1 2 3 4 5
Ich glaube, dass die meisten Dinge nicht so einfach sind, wie viele meinen. 1 2 3 4 5
Es ist mir unangenehm, andere Leute zu kritisieren. 1 2 3 4 5
Bei Diskussionen nicke ich häufig mit dem Kopf. 1 2 3 4 5
Ich strenge mich an, um meine Ziele zu erreichen. 1 2 3 4 5
Mein Gesichtsausdruck ist eher ernst. 1 2 3 4 5
Ich bin nervös. 1 2 3 4 5
So schnell kann mich nichts erschüttern. 1 2 3 4 5
Meine Probleme gehen die anderen nichts an. 1 2 3 4 5
Ich sage oft: „Tempo, Tempo, das muss rascher gehen!“ 1 2 3 4 5
Ich sage oft: „genau“, „exakt“, „logisch, „klar“ u.ä. 1 2 3 4 5
Ich sage oft: „Das verstehe ich nicht...“ 1 2 3 4 5
Ich sage gerne: „Könnten Sie es nicht einmal versuchen?“ und sage nicht gerne: „Versuchen Sie es einmal.“ 1 2 3 4 5
Ich bin diplomatisch. 1 2 3 4 5
Ich versuche, die an mich gestellten Erwartungen zu übertreffen. 1 2 3 4 5
Ich mache manchmal zwei Tätigkeiten gleichzeitig. 1 2 3 4 5
„Die Zähne zusammenbeißen“ heißt meine Devise. 1 2 3 4 5
Trotz enormer Anstrengungen will mir vieles einfach nicht gelingen. 1 2 3 4 5
Kategorie Innere Glaubenssätze und "Erlauber" Meine Punkte
SEI PERFEKT Innerer Glaubenssatz: „Ich muss alles noch besser machen, es ist nie gut genug.“
Erlauber: „Ich darf Fehler machen und aus ihnen lernen. Es können manchmal auch 90% genügen.“
MACH SCHNELL Innerer Glaubenssatz: „Ich muss schnell sein, sonst werde ich nicht fertig.“
Erlauber: „Ich darf mir Zeit nehmen und auch Pausen machen. Manches darf auch länger dauern.“
STRENG DICH AN Innere Glaubenssätze: „Ich muss mich immer anstrengen, egal wobei. Das Leben ist hart. Ohne Fleiß kein Preis.“
Erlauber: „Ich darf an der Arbeit auch Spaß haben. Ich darf etwas mit Gelassenheit tun und vollenden. Auch wenn es leicht geht, ist es wertvoll.“
MACH ES ALLEN RECHT Innere Glaubenssätze: „Ich bin dann wertvoll, wenn alle mit mir zufrieden sind. Wenn ich Nein sage, werde ich abgelehnt.“
Erlauber: „Ich darf meine Bedürfnisse und Standpunkte ernst nehmen. Ich bin OK, auch wenn jemand unzufrieden mit mir ist. Ich darf es auch mir recht machen.“
SEI STARK Innere Glaubenssätze: „Niemand darf es merken, dass ich schwach, empfindlich oder ratlos bin. Gefühle zeigt man nicht. Gefühle sind ein Zeichen von Schwäche und machen verletzbar. Indianer kennen keinen Schmerz.“
Erlauber: „Ich darf offen sein für Zuwendung. Ich darf mir Hilfe holen und sie annehmen. Gefühle zu zeigen ist erlaubt und ein Zeichen von Stärke.“
Auswertung:

bis 30 Punkte pro Karegorie: förderlich
ab 30 Punkte pro Karegorie: mögliche Leistungsbeeinträchtigung
ab 40 Punkte pro Karegorie: möglicherweise gesundheitsgefährdend

© Hernstein Institut für Management und Leadership